Moloko + Beitrag online

Posted: 22nd Dezember 2011 by Sekutor in Allgemein

So meine lieben Weihnachtselfen und mutige Christkinder,

das Heft ist fertig und mein Beitrag gedruckt.
Der Chef hat mir 1 1/2 Seiten in seinem Heft gegönnt.
Den Beitrag könnt ihr im Heft bestaunen, nur für Geld.
Nein, kleiner Joke! Natürlich gebe ich euch die ganze Story!

Penspinning, aus Langeweile wird Kunst

“Alles wurde durch den Stift erschaffen, beindruckende Tektonische Meisterleistungen und Bauwerke der Antike.”

Der erste Kugelschreiber, im Saarland “Dauerschreiber”, wurde, so wie wir ihn kennen, 1938 von einer Person Namens Laszo Joszef Biro erfunden. Im gleichen Jahr meldete der gebürtige Ungar auch dort sein Patent für diesen an, das er wenig später in Amerika und Argentinien erneuerte. Er war ein ungarischer Jude und so wurde er unter der Herrschaft Adolf Hitlers verfolgt und floh in den 1930er Jahren nach Argentinien.Was darüber hinaus noch interessant ist: Das deutsche Wort “Büro” ist durch den Nachnahmen Biro’s inspiriert worden.

Bereits Galileo Galilei hatte, mir bekannten Zeugenaussagen nach, erste Ideen für ein Schreibgerät, dass durch eine Kugel funktioniert hätte.

Heutzutage ist der Kulli so altbacken, wie ein Stück Brot, nach 60 Jahren.

Ebendieser Kugelschreiber wird von einer kleinen Gruppe, genannt “Penspinner” neu erfunden. Sie lassen den Sift durch möglichst grazile Art und weise durc die Finger gleiten. Es gibt Tricks wie den “Thumbaround”, oder “Sonic”, die bei einigen Personen älterer Generationen nur auf Kopfschütteln und blankes Entsetzen treffen.
“Die Jungend von heute” eben. Ich darf mich stolz Penspinner nennen, da ich bereits seit 3 Jahren den Stift griffbereit in der Hosentasche verweilend habe und in jeder freien Sekunde,Menschen mit “Twisted Sonic Bust Busts” überzeugen möchte. Wir sind schon ein eigenartiges Völkchen! Treffen uns in mehreren hundert Kilometer entfernten Städten, nur um uns über Stifte, Tricks und bekannte Penspinner zu Unterhalten. Wir tauschen verschiedene Trickkombinationen aus und freuen uns, wenn wir einen unserer umgebauten Tintenlöscher an den Mann oder an die Frau bringen können. Dass uns der Stift schon mal in den Kaffee oder die frisch gezapfte Cola fällt, nehmen wir nur allzu gern in Kauf, denn die alleinige Absicht, besser zu sein, als der gegenüber spornt uns an, immer weiter zu trainieren.

Dabei bin ich noch nichtmal gut! Manche Penspinner verdienen mit ihrem Hobby sogar Geld. Teilweise buchen bekannte Fernsehsender wie “Servus TV” und “Prosieben” Penspinner, nur um im Fernsehen eine fünf Minuten lange Reportage zu erzielen. Ich bleibe da lieber bei “Schlag den Raab” als meinen Fernsehtechnischen Augenschmaus.

Im PS (abkürzung für Penspinning) haben sogar die Finger Namen.

Der kleine Finger ist zum Beispiel der pinky. Der Ringfinger der ring, der Stinefinger wird middle genannt.
Alles auf Englisch natürlich, denn diese ist ja bekanntlich die Weltsprache.
Ansonsten werden die Finger nur durchnummeriert.

BILD!! http://wiki.penspinning.de/index.php/Fingerbezeichnung

Die Tricks werden in zwei Kategorien unterschieden:

Basistricks und Profitricks.

Zu den Basistricks gehören:
der Thumbaround, bei dem sich der Stift einmal um den Daumen dreht (Thumb= Englisch für Daumen)
der Charge: Auch der Drummer Trick genannt, bei dem Trick rotiert der Stift wie ein Propeller zwischen den Fingern.
Der Fingerpass: Bei dem sich der Stift wie bei einer Treppe hoch und runter bewegt.
Der Sonic. Der Stift wird von einem Finger zum anderen “gefletscht”.

Ich meinerseits bin auf Penspinning durch verschiedene TV Beiträge gekommen, bei denen der erste deutsche Penspinner mit dem Namen Robert war.

“Ey, Alter! Hasse keine Hobbys?”, tönt es so manche Zugfahrt aus dem anderen Abteil.
Ich versuche solchen Personen auf verständliche Art zu erklären, dass ebendies mein Hobby sei. Sich mit einem Stift die Langeweile zu vertreiben.
Teilweise versuchen die sorgfältig durch Volksabstimmungen ausgesuchten Probanden dann einmal selbst die Kunst mit dem Stift aus, jedoch meist ohne Erfolg.
An dieser Stelle sei gesagt, dass Penspinning mit jeder Art von Fingern funktioniert. Man muss lediglich genug Ausdauer und Langeweile mitbringen und nach rund 15 Stunden (auf eine Woche aufgeteilt) kann man die ersten “Basics”.

Es gibt im welteiten Netzwerk, genannt Internet auch eine Lernvideos, mit denen man ganz schnell sprichwörtlich den Dreh raus hat.
Natürlich braucht der eine für einen Trick länger, als der andere, aber mit der Zeit ist das egal.
Am besten kann ein Anfänger mit einem sogenannten Tintenkiller Mod anfangen. (verkaufe gerne welche für 150€ das Stück)

Man nehme:

1x Tinternlöscher aus dem örtlichen Kaufhaus
2x normale kugelschreiber mit einem gummi griffstück (wichtig: muss vom Stift seperat getrennt werden können)
2x Kugelschreiber spitzen am besten aus Metall (kann von den vorher gekauften Kugelschreibern meistens gelöst werden, wenn nicht, Pech gehabt :D )
2x Hände (üblicherweise mit jeweils 4,… wartet… 5 Fingern an jeder Hand)

Das müsst ihr machen, um den perfekten Anfängerstift zu bauen:

Den Tintenkiller überhaupt nicht bearbeiten.
Ihr nehmt das Gummigriffstück der Kugelschreiber ab, sowie die Metallspitzen.
Danach zieht ihr das Gummigriffstücke über die Tintenkillerkappen.
Jetzt müsst ihr nur noch die Spitzen in das Gummigriffstück “ploppen” und schon ist der Anfängerstift fertig!

Das schafft sogar mein Vater, glaube ich wenigstens.

Stehe gerne für Hilfestellungen zur Verfügung: nico@gsb-sekutor.de

Was das ganze jetzt mit Musik zu tun hat, weiss ich allerdings beim besten Willen nicht..

  1. fludder sagt:

    Rechtschreib- und Kommasetzung ist Deine Stärke nicht.
    Was ist das für ein Magazin, das die Story nicht wenigstens lektorisiert?

    • Sekutor sagt:

      Wurde lektorisiert und verbessert!
      Hatte nur keine Lust, das nocheinmal alles abzutippen…
      Die verbesserte Version, wie sie im Heft steht, wird aber auch noch veröffentlicht, wenn ich Zeit und Lust habe^^

  2. ligulehm sagt:

    Nice
    Hat schon fast Bild-Niveau